Monatliches Archiv für Juli 2012

Ein vergnügliches Opern-Potpourri

Solistin Cristina Pasaroiu

Ein heiteres Open-Air-Ereignis: Am 1. August eröffnet das Haydn Orchester unter Ekhart Wycik die Veranstaltungsreihe Bolzano Festival Bozen im Semiruralipark – Hl. Maria in der Au.

Auf dem Programm stehen neben dem Ungarischen Tanz Nr. 1 in g-Moll von Johannes Brahms bekannte Instrumentalstücke und beliebte Arien aus den Opern „La forza del destino“ und „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi, „Don Pasquale“ und „L’elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti, „Carmen“ von Georges Bizet, „Gayaneh“ von Aram Chatschaturjan, „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod, „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni, „La Bohème“ von Giacomo Puccini und „Guglielmo Tell“ von Gioachino Rossini.

Solisten sind Cristina Antoaneta Pasaroiu (Sopran) und Saimir Pirgu (Tenor). Das Konzert im Semirurali-Park in Bozen beginnt um 21 Uhr (Eintritt frei) und wird am 4. August im Herrengarten in Brixen um 20.30 Uhr (Eintritt frei) wiederholt. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert in Bozen in das Konzerthaus in der Dantestraße verlegt.

Ein internationaler Opernabend also: ein rumänischer Sopran, ein albanischer Tenor, ein deutscher Dirigent, ein mitteleuropäisches Orchester mit italienischem und französischem Repertoire und Ausflügen in die ungarische und russische Tanz-Musik. Der Bogen spannt sich vom „späten“ Rossini des „Guillaume Tell“ bis zum „Säbeltanz“ aus dem Ballett „Gayaneh“ von Aram Chatschaturjan und umfasst damit mehr als ein Jahrhundert europäisches Musiktheater.

Ekhart Wycik wurde 1967 in Hagen/Westfalen geboren, und studierte in Wien und Düsseldorf. Nach Meisterkursen bei Sergiu Celibidache in München, bei Rolf Reuter in Berlin, bei Heinz Rögner in Leipzig und bei Leif Segerstam in Helsinki wurde er mit dem Bielefelder Operntaler und 1999 mit dem Förderpreis der Furtwängler-Dirigierwerkstatt in Mürzzuschlag ausgezeichnet. Er war Assistent in der Arena in Verona und bei den Tiroler Festspielen in Erl. Ekhart Wycik unterrichtet an den Musikhochschulen in Köln und Düsseldorf.

1981 in Elbasan in Albanien geboren, begann Saimir Pirgu sehr früh mit dem Musikunterricht. Er erhielt ein Geigendiplom am Lyzeum seiner Heimatstadt und schloss sein Gesangsstudium bei Vito Maria Brunetti am Konservatorium in Bozen ab. 2002 gewann er den Enrico Caruso-Wettbewerb in Mailand und den Tito Schipa-Wettbewerb in Lecce. Daneben erhielt er 2004 die Eberhard Waechter-Gesangsmedaille für sein erfolgreiches Debüt an der Wiener Staatsoper und 2009 den Premio Franco Corelli in Ancona. Nachdem er an Anna Netrebkos CD „Sempre libera“ unter Claudio Abbado beteiligt war, legte er bei Universal Music seine erste Solo-CD vor, „Angelo casto e bel“, ein Arienalbum, das er mit dem Haydn-Orchester unter Gustav Kuhn eingespielt hat. Cristina Antoaneta Pasaroiu wurde 1986 in Bukarest geboren und studierte Gesang am Dinu Lipatti-Konservatorium in Bukarest, am Conservatoire de Genève und am Giuseppe Verdi-Konservatorium in Mailand. 2009 schloss sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Claudia Visca ab.

 

„La Traviata“ am Theater Nordhausen

Erfolgreiche junge Sopranistin in der Galanacht der italienischen Oper am 18.7. zu erleben

Als Violetta Valery in „La Traviata“ im Theater Nordhausen eroberte sie die Herzen des Publikums im Sturm: die junge rumänische Sopranistin Cristina-Antoaneta Pasaroiu. Die Kritiken waren begeistert: „Cristina-Antonaeta Pasaroiu (…) ist die primadonna assoluta, fasziniert mit emotionalisierendem Timbre, intoniert präzis, phrasiert souverän, dringt mit ihrem suggestiven Sopran in die Gefühlssysteme des Publikums, brilliert mit stimmlichen Variationen par excellence (…)“, schwärmte das Opernnetz, und die Thüringer Allgemeine schrieb: „Die rumänische Sopranistin singt (…) so schön, dass man noch länger in ihren Arien schwelgen möchte: eine mühelos leichtgängige Stimme ohne ein Gramm Schmalz, wunderbare Koloraturen, artistisch, aber ungekünstelt (…).“