Alcina
5. April 2019
Wiesbaden
Hessisches Staatstheater
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Alcina, die immer nur mit den Männern gespielt hat, verliebt sich unsterblich in Ruggiero und bindet ihn mit einem Zauber an sich, der ihn seine Verlobte Bradamante vergessen lässt. Doch diese macht sich auf den Weg, ihn zu finden, verkleidet als ihr eigener Bruder. Zu spät merkt Alcina, dass Ruggiero sich aus ihrem Bann lösen konnte, und geht mit ihrem Zauberreich unter.

Alcina ist eine Zauberin, die erkennen muss, dass sie jene Kräfte verloren hat, die sie außergewöhnlich machten. In seinem Dramma per musica von 1735 gab Händel dem Publikum die erwarteten, prachtvoll überwältigenden und verblüffenden Theatereffekte und Verwandlungen – doch immer in verkehrter Richtung: Die üppige, verwunschene Insel der Zauberin wird als Illusion enttarnt. Alcinas die Sinne der Männer umnebelnde Wirkung lässt nach, die Trugbilder, die sie den auf ihrer Insel Gestrandeten vorgaukelt, um sie zu manipulieren, lösen sich in Rauch auf. Zurück bleibt eine einsame Frau, die ihre Wut heraussingt – ohne Zweifel in manchen der schönsten Arien, die Händel je für sein Londoner Publikum schrieb.

Foto: Paul Leclaire

Besetzung
Alcina: Cristina Pasaroiu
Ruggiero: Lena Belkina
Morgana: Shira Patchornik
Bradamante: Marion Eckstein
Oronte: Julian Habermann
Melisso: Florian Küppers

Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Nach einer Inszenierung von: Ingo Kerkhof
Spielleitung: Magdalena Weingut
Bühne: Anne Neuser
Kostüme: Stephan von Wedel
Chor: Albert Horne
Licht: Ralf Baars
Dramaturgie: Katja Leclerc